Haiti: Belgische Hilfe läuft an

Die belgische Bundesregierung entsendet am Mittwochabend den Airbus der Armee ins Katastrophengebiet auf Haiti. Schnelle Hilfe wird dort gebraucht, denn viele Vermisste müssen gesucht und vielen Verletzten muss geholfen werden.

Entwicklungshilfeminister Charles Michel (MR) beriet im Laufe des Tages mit dem B-Fast-Team über Umfang und Form eines schellen Hilfseinsatzes im Erdbebengebiet von Haiti.

Dort hat ein verheerendes Erdbeben in der vergangenen Nacht enorme Schäden angerichtet. Die Zahl der Todesopfer und Verletzten geht in die Tausende.

Am Mittwochabend wird sich eine etwa 60köpfige Einsatzgruppe des Belgian First Aid and Support Team (B-Fast) im Airbus der Armee auf den Weg nach Haiti machen.

Das Be-Fast-Team ist mit Spürhunden zur Suche nach Verschütteten, einem Feldlazarett und mit Anlagen zur Wasseraufbereitung ausgerüstet.

Beim internationalen Roten Kreuz wird davon ausgegangen, in den kommenden Monaten rund 3 Millionen Menschen auf Haiti helfen zu müssen.

Inzwischen hat die belgische Bundesregierung auch einen Krisenstab in Sachen Edbebenkatastrophe eingerichtet. Hier werden die Hilfsaktionen koordiniert und hier laufen alle Fäden zusammen, wenn nach vermissten Landsleuten gesucht werden muss oder wenn es um die Rückführung von eventuellen Opfern - Verletzten oder Toten - geht.

Auch Ärzte ohne Grenzen macht sich auf den Weg

Auch die belgische Abteilung der internationalen Hilfsorganisation Ärzte ohne Grenzen macht sich auf den Weg ins Katastrophengebiet. Mit einem ersten Hilfsflug werden etwa 20 Mediziner, Pfleger und Logistikmitarbeiter in die haitianische Hauptstadt Port-Au-Prince fliegen.

Im Lager der Ärzte ohne Grenzen in Merchtem in Flämisch-Brabant (Foto) wurde die Hilfslieferung bereits vorbereitet. Dazu gehören Zelte, starke Seile, Medikamente, Infusionen und Verbandsmaterial.

Ärzte ohne Grenzen ist schon seit einigen Jahren aktiv auf Haiti. Sofort nach dem Erdbeben konnte von dort aus die Hilfe vorbereitet werden, denn Mitarbeiter, die bereits vor Ort sind, konnten ihren Kollegen in Belgien schnell mitteilen, welche Hilfsgüter am dringendsten benötigt werden.