Van den Brande sitzt VRT-Aufsichtsrat vor

Der 65-jährige christdemokratische flämische Altministerpräsident Luc Van den Brande (Foto) wird der neue Vorsitzende des Aufsichtsrats der VRT, der öffentlich-rechtliche Rundfunk Flanderns.

Der Aufsichtsrat des öffentlich-rechtlichen Rundfunks wird nach Regionalwahlen nach parteipolitischem Proporz neu besetzt. Bisher war der Vorsitzende Guy Peeters, ein flämischer Sozialdemokrat. Im neuen Aufsichtsrat geht der Vorsitz an die Christdemokraten von der CD&V.

Die Partei hat am Freitag Luc Van den Brande als Kandidaten für den Aufsichtsratsvorsitz benannt. Van den Brande war von 1992 bis 1999 Flanderns Ministerpräsident. Unter ihm und unter dem zuständigen christdemokratischen Medienminister Eric Van Rompuy wurde der flämische Rundfunk umfassend reformiert und konnte danach wieder Rundfunk-Marktführer werden, weil er seit dann von einem unabhängigen Manager geführt wird.

Van den Brande ist nicht mehr in der Tagespolitik aktiv und hat entsprechend Zeit, sich gründlich um die Rundfunkgeschäfte zu kümmern. Momentan ist er noch der Vorsitzende des EU-Komitees der Regionen.