Anderlecht gewinnt den Klassiker

Auch das Rückspiel zwischen Titelverteidiger Standard Lüttich und Tabellenführer RSC Anderlecht war turbulent. Kurz vor der Halbzeitpause flog Axel Witsel wieder nach einem übertriebenen Foul vom Platz und wieder kam es zu tumultartigen Szenen auf dem Platz.

Schon nach acht Minuten gerieten die Lütticher Gastgeber in Rückstand, als Legar einen von Keeper Bolat weg geschlagenen Ball im Nachschuss verwandelte. Standard wollte nachlegen, aber die Gäste aus Brüssel behielten die Kontrolle. Bis kurz vor der Pause war der Klassiker Standard vs. Anderlecht ein schnelles und ansehnliches Spiel.

Doch kurz vor der Pause traf Axel Witsel das Knie von Juhasz (Foto) mit ausgestrecktem Bein, ein ähnlich sinnloser Angriff, wie im Hinspiel gegen Wasilewski. Nur konnte Juhasz weiterspielen. Der Unparteiische konnte nicht anders und zeigte Witsel die Rote Karte. Vielleicht war dies etwas zu streng, doch der so gestrafte hat derzeit keinen Kredit.

Danach wurde es kurz tumultartig, denn es entstand ein Gestoße und Gezerre, an dem auch „Zivilisten“ von den Bänken beteiligt waren. Nach einem kurzen Ballwechsel kam der Pausenpfiff und danach sollte es den Lüttichern richtig an den Kragen gehen.
 

Lüttich wird platt gespielt

Die Gastgeber kamen mit „guten Absichten“ aus der Kabine, mussten aber schnell einsehen, dass sie das Nachsehen hatten. Anderlechts Jungstar Romelu Lukaku (Foto) traf per Kopf zum 0:2. Selbst einen quasi geschenkten Strafstoß konnten sie nicht umsetzen, denn der Gefloulte Mbokani kickte den Ball lustlos in die Hände von Keeper Proto, der danach abwertende Zeichen zu den Lütticher Fans sendete.

Jetzt rächte sich die Rote Karte für Witsel, denn kreative Spieler wie Jovanovic und Defour saßen nur im Publikum und dem Rest fehlte es an Mut und Spielfreude, um noch zu reagieren. Ganz im Gegenteil: Traoré sorgte für ein Eigentor und Mangale konnte Lüttich-Schlussmann Bolat austricksen. Endstand 0:4 und hängende Köpfe in Lüttich. Standard bleibt auf Platz 8 und der RSC Anderlecht hat schon jetzt 20 Punkte Vorsprung.