Erste Belgier auf dem Weg in die Heimat

Im Laufe des Sonntagabend werden die ersten Belgier, die in Haiti lebten und arbeiteten, in ihrer Heimat erwartet. Mit einem Airbus der belgischen Armee verlassen auch die ersten Hilfskräfte aus unserem Land Haiti. Sie leisteten dort gute Arbeit und werden jetzt von Rettern aus anderen Ländern abgelöst.

Eine Gruppe von Belgiern, Niederländern und Franzosen haben Haiti in der Nacht zum Sonntag an Bord von amerikanischen Flugzeugen in Richtung Dominikanische Republik verlassen. Von dort aus kommen sie mit einem belgischen Armeeairbus nach Brüssel.

Eigentlich sollte das belgische Flugzeug nach Port-Au-Prince, der Hauptstadt Haitis fliegen, doch dort herrscht große Hektik und die US-Behörden, die den Flughafen kontrollieren, gaben den Belgiern keine Landeerlaubnis. Sie leiteten den Airbus in die Dominikanische Republik um und organisierten Shuttleflüge zwischen den beiden Flughäfen mit kleineren Maschinen.

Die evakuierten Belgier und Rückkehrer aus anderen EU-Ländern sind erleichtert darüber, dass sie nach Europa zurückfliegen können. „Ich bin froh, dass ich kurz nach Belgien zurückkehren kann, hoffe aber bald wieder nach Haiti gehen zu können, um dort meine Arbeit weitermachen zu können.“, sagte ein Belgier, der dort lebt und arbeitet. Sobald es die Sicherheitslage vor Ort wieder zulässt, wird er sich wohl wieder nach Haiti begeben.

Erste Retter kehren zurück

Unterdessen kehren auch die ersten 24 Einsatzkräfte von B-Fast, der schnellen Rettungstruppe der belgischen Regierung zurück. Sie durften das Erdbebengebiet auf Anordnung der Vereinten Nationen wieder verlassen und werden von Rettern aus anderen Ländern ersetzt.

Die Belgier waren die ersten, die vor Ort im Einsatz waren und sie haben viele Einwohner aus den Trümmern der Gebäude retten können. „Unser Team ist am längsten hier. Wir haben schon hart gearbeitet, viele Opfer lebend gerettet. Doch wir haben auch viele Leichen gesehen“, so Geert Ghys, der Koordinator der ersten B-Fast-Einheit.

Die anderen B-Fast-Hilfskräfte bleiben noch einige Tage vor Ort, denn sie bilden die Besatzung des belgischen Feldlazaretts in Port-Au-Prince.