Soldaten sollen Rettungskräfte schützen

Unser Land entsendet 24 Soldaten nach Haiti. Diese sollen sowohl die belgischen Rettungskräfte, als auch die diplomatischen Vertreter der Regierung bei der Ausübung ihrer Arbeit schützen. Das Kontingent kann noch aufgestockt werden.

Angesichte der Aussichtslosen Lage der bitterarmen Bevölkerung von Haiti ist die Sicherheitslage für die ausländischen Hilfs- und Rettungskräfte äußerst gespannt.

In der Nacht zum Samstag hatte das belgische B-Fast-Team ein soeben aufgebautes Feldlazarett Hals über Kopf verlassen müssen und auf dem Flughafen von Port-Au-Prince Schutz suchen müssen.

Die Vereinten Nationen konnten den belgischen Rettungskräften keinen Schutz vor Ort bieten. Vor allem Nachts plündern hungernde und verbitterte Erdbebenopfer Einrichtungen, in denen eventuell Lebensmittel zu finden sind.

Nach Ansicht von Verteidigungsminister Pieter De Crem (CD&V - Foto) muss Belgien seine Landsleute vor Ort selbst schützen: „Die Soldaten sollen unsere diplomatischen Vertreter, die nach Landsleuten suchen, bei ihrer Arbeit beschützen. Sie sollen auch unsere Einrichtungen dort und alle anderen Belgier, die in Haiti arbeiten, Schutz bieten.“

Unterdessen wird ein zweiter belgischer Konsul nach Haiti geschickt. Nach Angaben der belgischen Bundesregierung fehlt noch immer Kontakt zu 93 Landsleuten in Haiti, was als besorgniserregend eingestuft wird. Drei Landleute sind offiziell als vermisst gemeldet.