Vanackere glättet Wogen im Kongo

Außenminister Steven Vanackere ist am Montagabend in der Hauptstadt der Demokratischen Republik Kongo eingetroffen. Am Flughafen wurde er von seinem kongolesischen Kollegen Alexis Thambwe Mwamba empfangen.

Es ist die erste Afrikareise von Vanackere als Außenminister. Wie er selbst betonte, wolle er den Besuch vor allem dazu nutzen, den kongolesischen Politikern zuzuhören.

Vor seiner Abfahrt hatte er in unserem VRT Radio gesagt, er wolle etwas diskreter vorgehen als sein Vorgänger Karel De Gucht. Einige Wochen zuvor hatten die kongolesischen Behörden noch zu verstehen gegeben, dass ein Besuch De Guchts als EU-Entwicklungshilfekommissar in Kinshasa nicht länger erwünscht sei. Sie reagierten damit auf De Guchts Kritik an den staatlichen Institutionen im Kongo.

De Guchts Einschätzung und Analyse der Situation im Kongo wird übrigens von der Europäischen Kommission geteilt.

Vanackere will aber mit seinen kongolesischen Kollegen behutsamer als De Gucht umgehen.

Vanackere reist auch noch nach Ostkongo, Ruanda und Burundi. Noch im Laufe des Dienstags trifft Vanackere zudem Joseph Kabila, den Präsidenten der Demokratischen Republik Kongo, in Lubumbashi.

Kabila lädt König Albert nach Kinshasa ein

Der kongolesische Präsident Joseph Kabila hat am Dienstag angekündigt, dass König Albert II zur 50-Jahr-Feier der Demokratischen Republik Kongo am 30. Juni eingeladen sei.

"Ich habe ihn bereits eingeladen (...), offiziell, ja", vertraute Kabila der Presse am Rande des Besuchs von Außenminister Steven Vanackere in Lubumbashi an.

"Ich hoffe, dass er kommt", fügte der Präsident Kongos noch hinzu. Fast im gleichen Atemzug erwähnte er nämlich auch, dass er noch keine Antwort vom belgischen Königshaus erhalten habe.

Vanackere war vorsichtig und deutete an, dass er noch auf eine schriftliche Einladung warte. "Es gibt Hoffnung", versicherte er aber schon einmal.