Krise bei Flanderns Binnenschiffern

Nach Angaben der flämischen Agentur für Wasserwege und Seekanäle ist der Gütertransport mit Binnenschiffen um vergangenen Jahr um 13 % zurückgegangen. Dies ist der erste Rückgang in diesem Bereich seit fünf Jahren.

2009 wurden knapp 29 Millionen Tonnen Waren und Güter im belgischen Bundesland Flandern mit Binnenschiffen transportiert. In den vergangenen fünf Jahren lag die jährliche Transportmenge auf Flanderns Wasserstraßen noch bei etwa 33 Millionen Tonnen. Also kann auch die Binnenschifffahrt der Wirtschaftskrise nicht entkommen.

Als Folge dieser Krise wurden in den Seehäfen Antwerpen und Gent weniger Massengüter umgeschlagen, ein Umstand, der sich jetzt auch auf die Binnenschifffahrt auswirkt. Die positiven Umschlagszahlen, die der Hafen von Zeebrügge im vergangenen Jahr vorlegen konnte, haben auf die Binnenschiffe keinen wirklichen Einfluss.

Die Transportbehörden in Flandern wollen aber trotz dieser Krise weiter in die Binnenschifffahrt als Massengut-Transportmittel investieren - zum Beispiel in effektivere und größere Schleusen und in eine bessere Hinterlandanbindung.

Flandern müsse als logistische Drehscheibe in Europa bestehen bleiben und am Ende der Krise seine Vorteile wieder ins Blickfeld rücken, so die Agentur für Wasserwege und Seekanäle.