Schule verlässt unsichere Gegend

Eine Hochschule für Industriekunde verlässt ihren Stammsitz in der Grondelstraat im Brüsseler Stadtteil Anderlecht. Seit Wochen werden die Studenten von einer Bande offenbar minderjähriger Krimineller belästigt, bestohlen und sogar verletzt.

Das „Institut Supérieur Industriel de Bruxelles“, eine französischsprachige Hochschule für Industriewissenschaften, will die Gegend jetzt verlassen und mit seinen rund 250 Studenten ins Brüsseler Stadtzentrum umziehen.

Laut einem Bericht in der Donnerstagsausgabe der flämischen Tageszeitung „De Standaard“ werden die Studenten von den Jugendlichen seit etwa Anfang Dezember bedroht. Die Bande soll 8 bis 10 Mitglieder zählen, von denen einige nicht einmal 16 Jahre alt sein sollen.

Die Hochschulleitung spricht von zwei bis fünf Vorfällen pro Woche, bei denen es vor allem um Diebstahl von Handys, Labtops, iPods oder Geld geht. Einzelne Studenten werden demnach von mehreren Jugendlichen eingekreist und dabei auch mit Messern bedroht. Einige von ihnen sollen nach Stichwunden behandelt worden sein.

Viele Unterrichtsstunden werden schon in anderen Gebäuden der Hochschule gegeben. Die Hochschule wird in den kommenden Wochen ins Brüsseler Stadtzentrum ziehen und zwar in die Koningsstraat. Polizei und Staatsanwaltschaft haben unterdessen mit Ermittlungen gegen die Bande begonnen.