"Tolle Menschen in diesem Land"

Die flämische Gemeinschaft hat Eric Antonis, dem ehemaligen Kulturbeauftragten der Stadt Antwerpen, den Preis für allgemeine kulturelle Verdienste verliehen. Er nahm den Preis bei der Kulturpreisverleihung Flanderns in Kortrijk entgegen.

Mit dem Preis ehrt die flämische Gemeinschaft, einen Lebenslauf, ein mehrjähriges Werk oder einen besonderen Verdienst auf dem Gebiet der Kultur. Der Preis ist mit 20.000 Euro dotiert.

Eric Antonis war 10 Jahre lang der Kulturbeauftragte der Stadt Antwerpen. Er steckte auch hinter der Idee des Museums am Strom (MAS). Das MAS erzählt die Geschichte der Stadt, ihrer Einwohner, des Flusses und des Hafens. Mit den Arbeiten zum Museum wurde erst 2006 begonnen, als Antonis bereits zwei Jahre in Rente war. Das Museum wird nächstes Jahr eröffnet. Als Kulturbeauftragter gestaltete Antonis auch die Theatergesellschaften KNS und KJT zu Het Toneelhuis und Het Paleis um.

In den 70er und 80er Jahren arbeitete Antonis als Direktor im Kulturhaus De Warande in Turnhout. Er zeigte damit, dass ein reformiertes Theater auch in der Provinz erfolgreich sein kann. Er machte sich zudem als Intendant von Antwerpen als Kulturhauptstadt 1993 verdient. 2001 gewann er den alle zwei Jahre vergebenen Architekturpreis, der damals von Bert Anciaux überreicht wurde.

Den Preis allgemeine kulturelle Verdienste überreichte in diesem Jahr die flämische Kulturministerin Joke Schauvliege. Antonis bedankte sich vor allem bei seinen Mitarbeitern und fügte hinzu, dass wir immer noch "fantastische Menschen in diesem Land haben. Für die machen wir das alles."

11 weitere Preise

Außer dem Preis für allgemeine kulturelle Verdienste wurden in Kortrijk noch 11 weitere flämische Kulturpreise vergeben. Sie ehren Personen und Organisationen aus verschiedenen Disziplinen für ihre besonderen Verdienste am Kulturleben in Flandern 2009. Die Gewinner erhielten jeweils eine von Johan Tahon entworfene Skulptur und einen Scheck in Höhe von 12.500 Euro.

Den Preis für bildende Kunst erhielt übrigens Berlinde De Bruyckere, den Preis für Theaterliteratur Peter De Graef. Der Musikpreis ging an Bert Joris, der Preis für Bühnenkunst an Benjamin Verdonck. Weiter gab es unter anderen einen Filmpreis für "Episode 3 - enjoy poverty" von Renzo Martens über die strukturelle Armut im Kongo, einen Architekturpreis für bOb Van Reeth und einen Preis für Jugendtheater für Studio Orka.