Serienmörder brachte Deutsche nicht um

Der belgische Serienmörder Ronald Janssen hat so gut wie sicher nichts mit dem Verschwinden einer deutschen Studentin aus der Region Trier zu tun. Medienberichten zufolge verfolgt die deutsche Polizei seine Spur nicht mehr.

Die populäre frankophone belgische Tageszeitung „La Dernière Heure“ meldete am Donnerstag, dass die deutsche Bundespolizei in Trier Ronald Janssen nicht mehr mit dem Fall Tanja Gräff in Verbindung bringt.

Eine Zeit lang hatten belgische und deutsche Ermittler gemeinsam Dossiers von vermissten jungen Frauen mit einander vergleichen, denn einige Indizien wiesen um Fall des bei Trier verschwundenen Mädchens in Richtung Ronald Janssen.

Doch mittlerweile gilt als erwiesen, dass der belgische Serienmörder, der kurz nach Neujahr ein junges Pärchen in Flämisch-Limburg ermordete und darauf hin verhaftet werden konnte, hier nicht länger verdächtig ist.

Seine Vorgehensweise, Zeugenaussagen, die Zeiten seiner Übergriffe, Fahrzeugvergleiche und die Tatsache, dass Janssen die Trierer Region nicht kennt, entlasten ihn hier.
 

Parallelen

Im Sommer 2007 verschwand die damals 21jährige Studentin Tanja Gräff nach einer Party an der Fachhochschule von Trier zunächst. In etwa dem gleichen Zeitraum hatte der 38jährige belgische Serienmörder Ronald Janssen nach eigenem Geständnis die damals 18jährige Schülerin Annick Van Uytsel entführt, vergewaltigt und umgebracht – ebenfalls nach einer Party.

Zunächst dachten die Ermittler, beide Fälle und auch andere Akten, könnten mit Janssen zu tun haben. Deshalb arbeiteten die Polizei aus Hasselt in Flämisch-Limburg und Trier in Rheinland-Pfalz zusammen und verglichen ähnliche Akten.

Ronald Janssen hat mittlerweile drei Morde und einige Vergewaltigungen gestanden. Die Ermittler gehen davon aus, dass der eher unscheinbare Lehrer noch mehr Menschen auf dem Gewissen hat. Dies schließen sie auch aus Aussagen, die der Serienmörder im Laufe von Verhören von sich gab.