Will Reilly Peeters mundtot machen?

Flanderns Ministerpräsident Kris Peeters (CD&V - Foto rechts) hat Zweifel bei einer „Vertrauensklausel“, die Opel-Chef Nick Reilly (Foto links) ihn unterzeichnen lassen will, bevor er Einblick in den neuen Businessplan der GM-Tochter erhält.

Peeters darf den Businessplan für Opel konsultieren, doch nach der Klausel von Nick Reilly wäre es dem Ministerpräsidenten untersagt, Elemente davon in Gesprächen zum Thema Schließung des Opel-Werks in Antwerpen zu zitieren.

Selbst bei Verhandlungen mit der belgischen Bundesregierung oder mit der Europäischen Kommission dürfen Auszüge aus den Papieren nicht erwähnt werden.

Doch Peeters will sich nicht vom neuen Opel-Topmann Reilly mundtot machen lassen.

Vor einigen Tagen wurde deutlich, dass Mutterkonzern GM das Opel-Werk in Antwerpen dicht machen will.

Der Sanierung der deutschen Traditionsmarke fallen auch in Deutschland tausende Arbeitsplätze zum Opfer.
 

Saab keine Alternative für Opel Antwerpen

Ministerpräsident Peeters erteilte Vorschlägen der flämischen Oppositionspartei LDD eine Absage, nach denen der schwedische Autobauer Saab, der unlängst vom niederländischen Sportwagenhersteller Spyker übernommen wurde, in den Opel-Montagestraßen gebaut werden sollten.

Peeters habe dies schon vor den Ideen der LDD geprüft und festgestellt, dass dies unmöglich sei. Zum einen habe Saab nicht so große Absatzmärkte, wie Opel, zum zweiten schreibe die ehemalige GM-Marke rote Zahlen und zum dritten würde dies nicht ohne Arbeitsplatzverluste in Schweden vonstatten gegen, so Peeters.