Europas Börsen leuchten rot

Europas Börsen eröffneten am Freitagmorgen mit negativen Werten. Der Grund: Die Schuldenberge einiger südeuropäischer EU-Mitgliedstaaten und die unerwartet negativen Zahlen am US-Arbeitsmarkt. Selbst Asien zeigt sich nicht immun gegen europäische Schulden.

Fast alle Börsen in Europa eröffneten am Freitag mit Minuswerten um 2 %. Amsterdam, London, Paris und Frankfurt verbuchten Minus werte um 1,5 %.

Der Bel-20 in Brüssel eröffnete sogar mit etwas mehr als -2 %. Schlechter eröffneten lediglich die Börsen in Madrid und Lissabon. Im Laufe des Tages verlor der Bel-20 in Brüssel zeitweise 3 %, pendelte sich aber bei 2,3 % gegenüber dem Vortag ein. Zu Börsenschluss bewegten sich die Werte um 2.400 Punkte herum.

Größter Verlierer des Tages war der Kurs der KBC-Finanzgruppe, die 5 % verlor.

Die Anleger reagieren deutlich auf die Haushaltsprobleme der EU-Mitgliedstaaten Griechenland, Spanien und Portugal. Die europäische Schuldenproblematik zieht selbst einige asiatische Börsen in die roten Zahlen. Japan, China und Hongkong, aber auch Australien schlossen mit teils heftigen Verlusten.

Viele Anleger fürchten jetzt, dass die europäischen Probleme die Erholung der Weltwirtschaft nach der Krise negativ beeinflussen. Zudem werden weitere Probleme auf dem amerikanischen Arbeitsmarkt erwartet.

Lediglich der Euro hält den Börsenproblemen stand und gilt derzeit als einziger Schutz für Spanien, Portugal und Griechenland. Die Frage ist, wie lange die EU-Einheitswährung standhalten kann.