Wieder mehr Gewalt in Bussen und Bahnen

Die flämische Nahverkehrsgesellschaft De Lijn verbuchte im ersten Halbjahr 2008 genauso viele Fälle von Gewalt und Aggressionen, wie im gesamten Jahr 2008. Dies meldet die Tageszeitung "Het Nieuwsblad" in ihrer Sonntagsausgabe.

Insgesamt registrierte De Lijn im Zeitraum zwischen Anfang Januar und Ende Juni fast 1.300 Fälle von Aggressionen und gewalttätiger Übergriffe.

Dies liegt nur gering unter dem Gesamtwert das Jahres 2008. Damals wurden knapp 1.600 solcher Vorkommnisse auf dem gesamten Netz von De Lijn festgestellt.

Meist handelt es sich dabei um verbale Aggression gegenüber Bus- oder Straßenbahnfahrern oder Fahrgästen. Aber es gab auch Fälle von körperlicher Gewalt. Vor allem in den Provinzen Westflandern und Limburg wurden deutliche Anstiege von Aggressivität gemeldet.

Das Management von De Lijn führt den Anstieg dieser Zahlen auf eine neue Regel zurück, nach der das gesamte Fahrpersonal der Nahverkehrsgesellschaft dazu verpflichtet ist, jeden Fall von Aggression zu melden, so "Het Nieuwsblad".