Wieder Schneechaos in Flandern

Einmal mehr hat heftiger Schneefall in Belgien im Allgemeinen und in Flandern im Besonderen für ein Verkehrschaos gesorgt. Der frühe Mittwochmorgen brachte ungesehen lange Staus. Standzeiten von bis zu drei Stunden im Stau waren keine Seltenheit.

Das Flämische Verkehrszentrum und der Autofahrerverband „Touring“ rieten am Morgen davon ab, ins Auto zu steigen, wenn dies nicht absolut nötig war.

Zeitweise wurden fast 1.000 km Stau gemessen und so ziemlich alle Autobahnen im belgischen Bundesland Flandern waren verstopft. Problemzentren waren die E 19, die E 40, Antwerpen und Umgebung und der Brüsseler Ring mit Teilen Brabants.

Die Provinz Limburg kam diesmal davon und auch in West- und Ostflandern zeigte sich die Situation nicht so angespannt, wie in den oben erwähnten Regionen.

Allerorten standen selbst die Streu- und Räumfahrzeuge in den Verkehrsstaus. Die Polizei bat die Lastwagenfahrer Standstreifen oder Rastplätze aufzusuchen, um dem Individualverkehr Vorrang geben zu können.

Viele LKW, die Belgien im Transitverkehr durchqueren, haben keine Winterreifen und sind dadurch sehr oft der Grund für die Staus.

Nur bedingt Rettung durch den öffentlichen Nahverkehr

Fast alle Nahverkehrslinien, die mit Bussen betrieben werden, vielen am Morgen zur Stoßzeit aus. Im Laufe des Vormittags entspannte sich die Situation etwas, aber es kam zu Verspätungen.

Städte mit Straßenbahnen hatten da mehr Glück, denn sowohl in Antwerpen, als auch in Gent und Brüssel fuhren die meisten Trams - wenn auch mit Verspätungen, denn da, wo die Bahnen kein eigenes Gleisbett haben, stauten sich Autos und Lastwagen auch auf den Straßenschienen.

Bei der belgischen Bahngesellschaft NMBS/SNCB fuhren glücklicherweise fast alle Züge. Am Flughafen Brussels Airport in Zaventem hingegen herrschen große Probleme durch abgesagte Flüge.