EU-Wirtschaftsgipfel in Brüssel

Am Donnerstag treffen sich die 27 europäischen Staats- und Regierungschef in Brüssel. Unter dem ersten Vorsitz des belgischen EU-Präsidenten Herman Van Rompuy beschäftigen sich die Teilnehmer mit der Wirtschaftskrise und mit den Problemen Griechenlands.

Herman Van Rompuy (Foto oben) hält seinen ersten Gipfel informell. Die 27 europäischen Staats- und Regierungschefs treffen sich nicht in einem der Brüsseler EU-Gebäude, sondern in der Solvay-Bibliothek (Foto unten), einem kleinen Jugendstilgebäude am Leopoldpark. Van Rompuy wünschte sich einen intimen Rahmen, in dem ein ruhiger Gedankenaustausch stattfinden kann.

Dabei geht es unter anderem um die Möglichkeit, das finanziell arg gebeutelte Griechenland vor dem staatlichen Konkurs zu bewahren und damit auch gleichzeitig die Stabilität des Euro zu sichern. Zudem könnte ein ruiniertes Griechenland weitere derzeit wirtschaftlich schwache Länder mitziehen – Spanien und Portugal.

Inzwischen haben einige EU-Mitgliedstaaten angekündigt, Griechenland helfen zu wollen – allen voran Deutschland und Frankreich. Auch der spanische Regierungschef und derzeitige EU-Vorsitzende José Luiz Zapatero kündigte an, dass die Gemeinschaft die Griechen unterstützen werde. Details dazu werden beim Treffen in Brüssel festgelegt.

Im Vorfeld des EU-Wirtschaftsgipfels trafen sich EU-Präsident Van Rompuy, Bundeskanzlerin Merkel Frankreichs Staatspräsident Sarkozy und Griechenlands Ministerpräsident Papandreu, um sich auf das Treffen vorzubereiten. Kanzlerin Angela Merkel deutete vor dem Gipfel in Brüssel an, dass man Griechenland helfen werde.

Weitere Themen

Allgemein beraten die Gipfelteilnehmer auch darüber, wie man in der EU einen wirtschaftlichen Aufschwung schaffen könnte, denn ohne Wachstum ist die soziale Sicherheit, einer der großen Trümpfe der Union in Gefahr.

Am Rande des Treffens will Van Rompuy aber auch zwei weitere Themen ansprechen: Das missglückte Klimagipfel in Kopenhagen und nachhaltige Hilfe für Haiti.