Schelde-Mündung wird ausgebaggert

Am Freitagnachmittag wurde im Antwerpener Containerhafen offiziell mit dem Ausbaggern der westlichen Schelde-Mündung in den Niederlanden begonnen. So soll sichergestellt werden, dass große Tanker bei Ebbe weiterhin in den Antwerpener Hafen einfahren können.

Jahrelang hatten die Niederlande dieses Projekt behindert.

Offiziell begründeten die Niederlande ihre Entscheidung die Sandbänke in der sogenannten Wester-Schelde, der westlichen Schelde-Mündung, nicht entfernen zu lassen, mit Protesten von Umweltschützern. Nicht auszuschließen ist aber auch, dass so die Position des Hafens von Rotterdam als größter Hafen Europas vor Antwerpen sichergestellt werden sollte.

Aufgrund dieser Sandbänke ist die Fahrrinne in der Schelde bei Ebbe an manchen Stellen nur zehn Meter tief. Deswegen können dann große Containerschiffe nicht in den Hafen einfahren. Das war ein Wettbewerbsnachteil für Antwerpen.

Es dauerte viele Jahre bis die Niederlande dem Ausbaggern der Mündung endlich zustimmten. Am Freitag wurde hiermit offiziell begonnen und es wird Tempo gemacht. Statt der ursprünglich vorgesehenen zwei Jahre, wird das Ausbaggern der Mündung nur ein knappes Jahr dauern.

Danach wird die Zukunft des Antwerpener Hafens wieder gesichert sein, was für die exportorientierte belgische Wirtschaft von größter Bedeutung ist.