Neunter Platz für Gysel auf 1.500 Metern

Der belgische Eisschnellläufer Pieter Gysel konnte seinen Traum auf 1.500 Metern nicht wahr machen. Er erreichte das Finale bei den Olympischen Winterspielen in Vancouver am Samstag nicht.

Pieter Gysel ist zwar beim Publikum eher unbekannt, er war aber die große Medaillenhoffnung für Belgien in Kanada. Er war der erste Belgier, der bei den Olympischen Spielen an den Start ging und das auch noch mit seiner Lieblingsnummer.

"Ich hatte auf mehr gehofft, aber ich war eindeutig nicht in Hochform", so Gysel.

Sowohl in der Vorrunde als auch beim Halbfinale nahm Gysel auf 1.500 Metern die Initiative und fuhr an der Spitze.

In der Vorrunde erreichte er damit den zweiten Platz, nach dem späteren Silbermedaillengewinner, dem berühmten Amerikaner Apolo Anon Ohno.

Im Halbfinale hingegen wurde Gysel nur vierter und musste sich mit dem B-Finale zufrieden geben. Zu diesem Zeitpunkt wusste Gysel bereits, dass nicht mehr als ein siebter Platz möglich sein würde.

Dafür hätte er jedoch das B-Finale gewinnen müssen. Gysel, dem langsam die Kräfte schwanden, konnte am Ende dann doch noch aufrücken. Er wurde dritter im B-Finale und insgesamt also neunter. Gold holte der Südkoreaner Lee Jung-So vor zwei Amerikanern.

"Nach dem Halbfinale war ich völlig ausgepowert, deshalb war ich in der letzten Runde gezwungenermaßen weiter hinten", so der 29-jährige Gysel noch."Ich wurde neunter und das war ich auch im Weltcup. Ich gehöre ungefähr auf diesen Platz. Ich bin nicht unzufrieden, aber man hofft natürlich auf mehr."

"Die Koreaner beherrschen diesen Sport. In diesem Sport wird es immer wichtiger, klein und leicht zu sein und das sind diese Männer. Sie sind derzeit einfach schneller. Das muss man akzeptieren."

Auf 500 Metern habe er schon ein paar Mal das Finale erreicht, sogar bei einem Weltcup, fügte Gysel noch hoffnungsvoll hinzu. "Zuerst werde ich aber das Video analysieren, um zu gucken, was im Halbfinale schief gelaufen ist."