Ein Lokführerstreik sorgte für Probleme

Knapp einen Tag nach der verheerenden Bahnkatastrophe in Buizingen bei Brüssel bringt ein spontaner Streik der meisten Lokführer in belgischen Bundesland Wallonien den Zugverkehr in Belgien durcheinander. Das Bahnpersonal ist nach der Katastrophe sehr verstört.

Die Arbeitsniederlegung kam eigentlich nicht unerwartet. Die Gewerkschaften der belgischen Bahnbediensteten hatten schon am Vortag mit Streiks gerechnet. Bei den Gewerkschaften stieß der Streik auf Verständnis.

Der Streik scheint emotional begründet zu sein und viele Bahnbedienstete zeigten so ihre Solidarität und ihr Mitgefühl gegenüber den Opfern des Zugunglücks, dass am Montagmorgen vermutlich 18 Menschen das Leben gekostet hat.

Auch Bahnsprecher Jochem Goovaerts äußerte sich am Dienstag in diese Richtung: „Das, was gestern geschehen ist, nimmt die Lokomotivführer natürlich sehr mit.“

Der Streik hatte Folgen für den gesamten Bahnverkehr und viele Züge fielen aus. Für die Fahrgäste hatte dies oft lange Verspätungen zur Folge.

Bahnreisenden, die eine Fahrt planen, wird geraten, sich vorher zu in den Bahnhöfen oder auf der Webseite der belgischen Bahngesellschaft NMBS/SNCB zu informieren.

Auch in der Stoßzeit am Abend gab es erhebliche Verzögerungen, Verspätungen und Zugausfälle. Viele Berufstätige, die am Morgen mit viel Mühe per Bahn ihren Arbeitsplatz erreicht hatten, stießen bei der Heimfahrt auf ähnliche Probleme.
 

 

BELGA/LEFOUR