"Schwerste Krise seit dem Zweiten Weltkrieg"

Im vergangenen Jahr sind in Belgien 67.000 Arbeitsplätze verloren gegangen. Die Arbeitslosenquote stieg damit binnen Jahresfrist um einen Prozentpunkt auf 7,9 %, wie aus dem Jahresbericht der belgischen Nationalbank für 2009 ersichtlich ist.

In diesem Bericht heißt es weiter, dass sich die wirtschaftliche Aktivität zweiten Halbjahr 2009 leicht verbessert hat. Dies hat allerdings noch keinen positiven Einfluss auf den Arbeitsmarkt. Die Situation auf dort werde sich 2010 eher weiter verschlechtern.

Für das laufende Jahr erwartet die Nationalbank eine leichte wirtschaftliche Erholung, die sich zwischen 1 % und 1,5 % einpendeln werde - zu wenig, um das Land aus der Talsohle zu holen. Ein enormes Haushaltsloch und die staatliche Unterstützung für die notleidenden Banken tragen daran ihre Mitschuld.

Wie aus dem Jahresbericht weiter hervorgeht, sank das Bruttoinlandsprodukt im vergangenen Jahr um 3 %, was in etwa 6 Milliarden € entspricht.

Guy Quaden (Foto), der Gouverneur der belgischen Nationalbank erklärte, dass wir die schlimmste Rezession in unserem Land seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs 1945 erleben. Belgien ist von der weltweiten Finanz- und Wirtschaftskrise, die uns seit Mitte 2008 in ihrem Bann hält, schwer getroffen.