Einigung: Neustart ArcelorMittal Hochofen

Beim Stahlunternehmen ArcelorMittal haben sich Direktion und Gewerkschaften in der Nacht zum Donnerstag über die Wiederinbetriebnahme des Hochofens B in Ougrée bei Lüttich geeinigt. Für die Gegend dort bedeutet das 1.000 neue Arbeitsplätze.

Der Hochofen war im Mai letzten Jahres wegen der eingebrochenen Stahl-Nachfrage stillgelegt worden. Inzwischen ist die weltweite Nachfrage nach Stahl wieder gestiegen, so dass eine Wiederaufnahme des zweiten Hochofens nötig ist.

In spätestens zehn Wochen soll der Neustart des Hochofens B erfolgen.

Die Gewerkschaften und die ArcelorMittal-Direktion hatten sich in den vergangenen zwei Tagen über die Frage der Arbeitsverträge gebeugt. Die Wiederinbetriebnahme des Hochofens bedeutet für die Lütticher Gegend die Schaffung von 600 direkten und 400 indirekten Arbeitsplätzen. 101 zeitlich befristete Verträge werden in unbefristete Verträge umgeschrieben.

Für den Neustart des Hochofens sind 583 Mitarbeiter nötig. 363 Personen sollen im Rahmen einer internen Rekrutierung beschäftigt werden. Die 220 anderen sind Subunternehmer, die bereits für ArcelorMittal tätig sind. Hierzu konnte schnell eine Einigung erzielt werden.

Der größte Streit zwischen Gewerkschaften und Direktion ging über die so genannte kalte Phase des Ofens. Das Unternehmen wird sich diesbezüglich an Subunternehmer, Zeitarbeitskräfte und potenzielle Vorruheständler wenden. Die Struktur werde verändert und einige Funktionen würden ausgelagert, hieß es.