Marc Eyskens erinnert an Alexander Haig

Ex-Premierminister Marc Eyskens (CD&V) war dem am Freitag verstorbenen früheren US-Außenminister Alexander Haig in der belgischen Hauptstadt Brüssel oft begegnet. Vor allem in dessen Zeit als hoher Befehlshaber der NATO.

Alexander Haig diente von 1974 bis 1979 als NATO-Oberbefehlshaber und später als Oberbefehlshaber der US-Truppen in Europa in Brüssel. Während dieser Zeit entging Haig nur knapp einem Attentat.

Marc Eyskens hatte Alexander Haig in dessen Brüsseler Zeit gut gekannt. „Er war ein Soldat mit großem politischen Verstand. Er war eigentlich auch ein feiner Mann, also jemand, der dem Prototyp des Säbel rasselnden Militärs eigentlich nicht entsprach“, so Eyskens im VRT-Radio.

Alexander Haig war genau so, wie die damalige belgische Regierung, ein Vertreter des so genannten „selling“, womit seiner Zeit eine gleichzeitige Aufrüstung der Nord-Atlantischen Verteidigungsallianz NATO und Abrüstungsverhandlungen mit dem Warschauer Pakt und der Sowjet Union gemeint waren.

RAF-Anschlag auf Haig in Belgien

Am Morgen des 25. Juni 1979 verübte die deutsche Terrorgruppe Rote Armee Fraktion (RAF) ein Attentat auf Haig, als dieser auf dem Weg zur Kommandozentrale der NATO in Chasteau bei Mons (Provinz Hennegau) war.

Die RAF hatte damals ein unter der Straße verlaufendes mit Sprengstoff gefüllt und gezündet, als Haigs Fahrzeugkolonne darüber hinweg fuhr. Sein Wagen wurde dabei völlig zerstört, doch durch die Panzerung des Mercedes konnten Alexander Haig und sein Fahrer dem Wrack unverletzt entsteigen.