Ghislenghien: Revision

Die Staatsanwaltschaft will gegen das Urteil zur Gaskatrastrophe in Ghislenghien in Revision gehen. Von den 14 Angeklagten sind nur 3 für schuldig befunden und verurteilt worden.

Es handelt sich bei den Dreien um ein Bauunternehmen, einen Bauleiter und einen Architekten. Der Hauptangeklagte, der Gasnetzbetreiber Fluxys, wurde frei gesprochen.

Am Montag hoffte Jean-Paul Putteman, der Anwalt von 70 Nebenklägern, bereits, dass die Staatsanwaltschaft Berufung einlegen werde. Mindestens eines der Opfer zieht dies ebenfalls in Erwägung. "Die Argumente der Richter sind sehr vage", sagte David Da Palma am Montag. "Ich denke, dass wir gegen das Urteil in Berufung gehen werden. Die einzige Strafe ist eine mit Aussetzung, aber mich stellt man schon seit 2004 zurück."

Die Verurteilten erhielten in der Tat entweder eine Aussetzung der Strafe oder eine Strafe auf Bewährung. Das Gericht argumentierte, dass eine symbolische Strafe der Verurteilten nicht so wichtig sei. Wichtiger sei vielmehr, dass die Verurteilten Schadensersatz bezahlen müssten. Damit ist die Staatsanwaltschaft jedoch nicht einverstanden.