Supermarktkette Carrefour wird bestreikt

Am Dienstag kündigte die französische Supermarktkette massiven Stellenabbau bei ihrer belgischen Filiale an. Mittwoch wurden verschiedene von der Schließung bedrohte Märkte der Kette im ganzen Land bestreikt.

Für Mittwoch waren in mehrere Warenhäuser der Kette Carrefour Streiks und Protestaktionen angekündigt.

Die Führung des französischen Kaufhaus-Konzerns hatte Dienstag bekannt gegeben, dass in Belgien 21 Supermärkte geschlossen werden, vor allem in Flandern. Betroffen sind 14 so genannte Hypermärkte und 7 Supermärkte. 1.672 Arbeitsplätze gehen verloren.

Für einige Geschäfte werden Konzessionäre gesucht, 20 weitere Großmärkte sollen an die Mestdagh-Gruppe verkauft werden. Verhandlungen darüber haben allerdings noch nicht begonnen. Deshalb könnten am Ende noch mehr Stellen wegfallen.

Carrefour hatte seine Entscheidung mit einem starken Gewinneinbruch begründet.

Die belgische Bundesregierung sprach ihre Hoffnung aus, das mit Sozialverhandlungen noch Arbeitsplätze gerettet werden können. Das wurde nach der Sitzung des Kabinetts mitgeteilt.

„Das ist eine soziale Katastrophe für unser Land“, erklärte Beschäftigungsministerin Joëlle Milquet (Foto). „Jetzt müssen wir alles Mögliche tun, damit Carrefour in unserem Land noch eine Zukunft hat.“