Zaventem: Neuregelung für Flugverkehr

Die Bundesregierung hat sich auf eine Neuregelung der Flugbewegungen über Brüssel geeinigt. Nach jahrelangem Streit verabschiedete das Kabinett am Freitag einen Plan zur Neuverteilung der Flüge über der belgischen Hauptstadt.

Die Neuregelung will, dass der Flugverkehr einem festen Prinzip folgt, dem der Windrichtung und der Windstärke, denn die Flugzeuge starten sicherer gegen den Wind. Außerdem habe das weitere Vorteile, so der Staatssekretär für Verkehr Etienne Schouppe (Foto), von dem der Plan stammt.

"Daneben gewinnen Maschinen, die gegen den Wind fliegen schneller an Höhe. Sie haben weniger Motorenstärke nötig und machen weniger Lärm. Sie verbrauchen auch weniger Kerosin, was wiederum für die Umwelt besser ist", fügt Schouppe noch hinzu.

Schouppe sagt auch, dass so wenig Menschen wie möglich durch den Fluglärm  belästigt werden sollen. Dichtbesiedelte Gebiete wie die Gegend um Huldenberg, der Südosten von Brüssel und der Nordrand werden künftig entlastet. So sollen die Flugzeuge häufiger entlang des Brüsseler Kanals fliegen.

Außerdem wird die Zahl der Nachtflüge reduziert und es sollen weniger laute Flugzeuge zum Einsatz kommen. Für jede Strecke wird dieselbe Windstärkennorm befolgt. Schouppe sagt, dass er sich mit den Politikern der Regionalregierungen darüber beraten habe.

Die Flugstrecken und -bewegungen werden also in ein Gesetz gegossen, um künftig juridische Konflikte vermeiden zu können.

"Ich will Rechtssicherheit geben und hoffe, dass wir nun endlich von den unnützen Schwierigkeiten erlöst sind", so Schouppe abschließend.