Generalstreik bei Carrefour Belgien

Die Gewerkschaften der Supermarktkette Carrefour organisieren einen Generalstreik. Betroffen sind fast 120 Hyper- und Supermärkte. Damit protestieren sie gegen die angekündigte Schließung von 21 Niederlassungen und 1670 Entlassungen.

In verschiedenen der betroffenen Hyper- und Supermärkte wird schon seit der Ankündigung dieser Schließung gestreikt.

Am heutigen Samstag bleiben alle 117 belgischen Filialen der Carrefour-Gruppe geschlossen. Die 483 Franchise-Supermärkte beteiligen sich normalerweise nicht an diesem Streik. Aber auch hier ist nicht auszuschließen, dass das Personal aus Solidarität die Arbeit niederlegt.

Laut Carrefour kostet dieser Streik ungefähr 14 Millionen Euro. Die Gewerkschaften schließen weitere Aktionen in den kommenden Tagen nicht aus.

Gestern hat Beschäftigungsministerin Joëlle Milquet das Management von Carrefour-Belgien empfangen, um über den am Dienstag angekündigten Sanierungsplan zu reden. Am Samstagnachmittag ist ein Gespräch mit den Gewerkschaften geplant.

Wie die Zeitung „Le Soir“ heute berichtet, war der Verkauf der belgischen Filiale des französischen Carrefour-Konzerns bereits 2008 fast unterschriftsreif. Übernahmekandidat war ein Investmentfonds. Schlussendlich konnte man sich nicht auf den Preis der Übernahme einigen, weil sich die Lage der belgischen Carrefour-Tochter weiter verschlechterte.