Xynthia fordert ein Menschenleben

Der Sturm hat in ganz Belgien Tausende von Hilferufen bei Feuerwehren und Polizeirevieren ausgelöst. In Jodoigne (Wallonisch Brabant) wurde ein Rentner in seinem Garten von einem umstürzenden Baum erschlagen. Viel Sachschaden!

Außer diesem Todesopfer gab es ersten Angaben zufolge auch einige Leichtverletzte. Zahlreiche Bäume stürzten um, Dächer wurden abgedeckt, Stromleitungen wurden geknickt, Baugerüste stürzten ein. Die Hilfsdienste waren im Dauereinsatz.

In der Wallonie schlug der Sturm zuerst zu. In Jodoigne starb ein Mann, der in seinem Garten von einem entwurzelten Baum erschlagen wurde. Im Lütticher Vorort Droixhe stürzte ein Baugerüst ein. Das Viertel musste vorübergehend gesperrt werden.

Auf dem Boulevard d'Avroy fiel ein entwurzelter Baum auf vier parkende Autos. Stark getroffen wurden auch die Städte Charleroi, Paliseul, Neufchâteau und die Region Verviers, sowie die deutschprachige Grenzregion Belgiens.

Die Parks und Wälder in Brüssel und Umland wurden vorsorglich geschlossen. In Asse, bei Brüssel, musste der Karnevalsumzug abgeblasen werden. In Denderleuw durfte der Umzug stattfinden, allerdings ohne große Motivwagen. Vor Spaziergängen im Wald wurde dringend gewarnt.

In der flämischen Provinz Limburg wurden sehr viele Sachschäden gemeldet. In der Uni-Stadt Leuven (Löwen) fiel im Bahnhof ein Baugerüst auf die Gleise, was zur Behinderung des Transitbahnverkehrs führt, weil auch die Oberleitung beschädigt wurde.

In Gent landete am Groentenmarkt ein Baugerüst auf den Straßenbahngleisen. Auf verschiedene Autobahnen sorgten entwurzelte Bäume für Verkehrsbehinderungen. Das war unter anderem auf der E40 Brüssel-Ostende in Zwijnaarde der Fall.