Februarrekord bei Firmenpleiten

Im Februar haben in Belgien 807 Unternehmen Konkurs angemeldet. Damit lag die Zahl der Firmenpleiten zum zweiten Mal in Folge bei über 800. Das hat das Studienbüro Graydon am Montag in Brüssel bekannt gegeben.

Das ist 3 Prozent mehr als im Vergleichsmonat des Vorjahres. Damals wurde auch schon von absoluten Rekordzahlen gesprochen.

Die Zahl der Personen, die wegen der Konkurse ihren Arbeitsplatz verloren haben, ist hingegen leicht rückläufig: von 4.053 in den ersten beiden Monaten des Jahres 2009 auf 3.691 in diesem Jahr.

Im Vergleich zu 2009 sind Pleiten im Bausektor, im Hotel-, und Gaststättengewerbe sowie im Einzelhandel gesunken. Das sind traditionell Sektoren, die sehr schnell auf Veränderungen der Konjunktur reagieren.

Auffallend ist, dass der direkte Einfluss der Pleiten auf den Arbeitsplatzverlust in Flandern spektakulär um 27 Prozent zurückging. In Brüssel (+34 Prozent) und Wallonien (+8 Prozent) war das nicht der Fall.

Während der ersten beiden Monate 2010 stieg der Anteil der Unternehmen, die in Flandern Bankrott gingen, um 0,25 Prozent (von 805 auf 807), in Brüssel um 17,3 Prozent (von 301 auf 353). In Wallonien sank die Zahl der Konkurse um 2,2 Prozent (von 464 auf 454). 

Belgische Banken besorgt

Unterdessen hat sich herausgestellt, dass der belgische Finanzmarkt stets mehr von ausländischen Gruppen dominiert wird. Das meldet Febelfin, die Dachorganisation der belgischen Finanzeinrichtungen.

Einer der Gründe hierfür ist der Verkauf der Fortis Bank an die französische BNP Paribas. Febelfin fordert deshalb, dass Europa über die Marktwirtschaft wacht. Es sollen keine ausländischen Banken zum Nachteil belgischer Banken bevorteilt werden.

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