500.000 € für eine E-Buch-Plattform

Boek.be, der Dachverband der flämischen Bücherwelt, freut sich über die Initiative der Landesregierung, 500.000 € in den Aufbau einer E-Buch-Plattform zu investieren. Dies sei gesellschaftlich von großer Relevanz, so Boek.be-Direktor Geert Joris.

„Der kommerzielle Markt in Belgien ist zu klein für eine dahingehende private Initiative“, so eine Pressemitteilung des Buchverbands in Flandern.

„Hätte die Landesregierung keine Schritte in diese Richtung unternommen, wäre das Risiko groß, dass dies von einem ausländischen Mitspieler übernommen wird“, hieß es weiter in dem Kommunique.

Auf diese Weise will die flämische Landesregierung garantieren, dass die E-Buch-Plattform auch in 10 oder 20 Jahren noch Bestand hat.

Die Initiative geht von Landeskulturministerin Joke Schauvliege (CD&V) und von Landesmedienministerin Ingrid Lieten (sp.a) aus und will verhindern, dass das belgische Bundesland den Trend zum E-Buch und zur dahingehenden Digitalisierung verpasst.

Bücher digital erreichbar machen

Nach Ansicht von Medienministerin Lieten (Foto) hat die Investition nicht zum Ziel, dass Flandern einen eigenen „e-reader“ entwickeln soll. Aber, die E-Buch-Plattform soll flämische Bücher für die Bürger nutzbar machen.

E-Bücher können in digitaler Form am Computer, über Smartphones (Foto oben) und mit einem so genannten „e-reader“ gelesen werden.

Die neue flämische E-Buch-Plattform soll möglich machen, Bücher auf digitalem Wege zu erhalten, zu kaufen oder zu leihen.