Wirbt Lidl mit unlauteren Angeboten?

Die Staatsanwaltschaft von Gent untersucht derzeit, ob die Kaufhauskette Lidl Gewinne über unlautere Billigangebote Kunden in ihre Filialen in Belgien gelockt hat, wie die flämische Wirtschaftszeitung "De Tijd" am Mittwoch meldet.

Der Discounter soll Kunden über sehr günstige Angebote und Produkte in seine Niederlassungen in Belgien gelockt haben. Diese Produkte sollen aber angeblich nur in sehr geringer Stückzahl in den einzelnen Geschäften vorrätig gewesen sein.

 Daraufhin haben viele Kunden im vergangenen Jahr Klage gegen Lidl eingereicht.

In Belgien sind die Kaufhäuser gesetzlich dazu verpflichtet, ausreichende Stückzahlen der von ihnen zu niedrigen Preisen angebotenen Produkte in den einzelnen Filialen vorrätig zu haben.

2003 war die Warenhauskette Carrefour wegen ähnlich gelagerten Fällen von unlauterer Werbung in Belgien zur Zahlung von hohen Bußgeldern verurteilt worden.

Lidl weist Vorwürfe zurück

In einer Stellungnahme weist die belgische Direktion der deutschen Warenhauskette Lidl alle Vorwürfe zurück. Man habe solche "Lockvogel-Methoden" nicht nötig.

In einer Pressemitteilung der Warenhauskette heißt es: "Wir streben danach, alle Verbraucher zufrieden zu stellen."

Das Unternehmen lässt weiter wissen, dass unvermittelt nach Verbesserungen gesucht werde.