Belgien investiert in die Kernforschung

Die belgische Bundesregierung wird in den kommenden fünf Jahren mehrere Millionen Euro in die beiden Kernforschungszentren von Mol und Fleurus investieren. Mit diesen Fördergeldern soll die belgische Nuklearforschung international wieder auf Vordermann gebracht werden.

Mit den geplanten Investitionen wird auch der seit langem umstrittene Forschungsreaktor „Myrrha“, ein Reaktor der 4. Generation, in Betrieb genommen.

Zwei Kernforschungszentren in Belgien werden in den nächsten fünf Jahren mit erheblichen Summen von Seiten der Bundesregierung unterstützt.

Das Kernkabinett der Regierung von Premierminister Yves Leterme (CD&V) will die Kernforschung in Belgien international wieder Wettbewerbsfähig machen. Zudem sollen hier auf Dauer bis zu 2.000 Arbeitsplätze geschaffen werden.

Das Studienzentrum für Kernenergie (SCK) in Mol in der Provinz Antwerpen und das Institut für radioaktive Elemente (IRE) in Fleurus in der Provinz Hennegau werden mit 60 Millionen €, respektive 21 Millionen € unterstützt.

In Mol soll mit diesen Zuschüssen der Bei des bei Atomkraftgegnern heftig umstrittenen Versuchsreaktors „Myrrha“ auf den Weg gebracht werden.

In Fleurus sollen die Sicherheitsbereiche für die Produktion von Isotopen für die Nuklearmedizin angepasst werden. 2008 waren die Anlagen der IRE monatelang nach durch ein Leck ausgetretenen radioaktiven Substanzen stillgelegt worden.