Mehr Beschwerden bei der Bahn

Die belgische Bahn NMBS ist in desem Jahr mit Beschwerden üebrschüttet worden. Der Ombudsdienst hat in den ersten beiden Monaten dieses Jahres bereits 1.200 Akten mit Beschwerden angelegt. Das ist eine Zunahme von 30 Prozent.

Die tatsächliche Zahl der Beschwerden ist noch höher, denn in den Akten werden alle Beschwerden zu einem einzigen Zwischenfall gebündelt.

In vielen Fällen (37 Prozent) beschweren sich die Bahnreisenden über Verspätungen oder Zugausfälle. Viele Pendler reichen erst gar keine Beschwerde mehr ein, weil der Sache sowieso nicht nachgegangen würde, sagt der Ombudsmann Guido Herman.

"Wir befinden uns seit 2007 in einer Abwärtsspirale. Die Menschen reichen eine Beschwerde ein und danach noch eine, aber sie sehen keine Verbesserung", betont Herman.

Der Schienennetzbetreiber Infrabel vermutet, dass das Zugunglück von Buizingen Mitte Februar zu dem Rekord an Beschwerden beigetragen hat.