Viele offene Stellen trotz Krise

Im Hafen von Gent fand am Samstag eine Jobbörse statt. Der Hafenbetrieb sucht rund 500 Facharbeiter unterschiedlichster Qualifikation in verschiedenen technischen Unternehmensbereichen. Doch erfolgreiche Bewerbungen scheitern oft an der mangelnden Ausbildung der Kandidaten.

Nicht nur im Hafen von Gent, sondern auch beim international tätigen Baggerunternehmen Deme und in vielen Altersheimen in Flandern (wir berichteten) sind insgesamt weit mehr als 1.000 Stellen offen.

Christophe Peeters, der Stadtverordnete für den Hafen von Gent, stellt fest, dass verschiedene Unternehmen, die dort Niederlassungen haben, neues Personal suchen.

Dabei handelt es sich sowohl um große Produktionsunternehmen, als auch um deren Zuliefer- und Logistikpartner:

„Wir haben lange Wartelisten, was natürlich nicht gut ist, doch der positive Effekt liegt darin, dass immer mehr Arbeitsuchende einsehen, dass sie sich weiterbilden müssen.“

Auch im Bereich Weiterbildung sind die Wartelisten für die Kurse dementsprechend lang.

Das Problem der hohen Zahl an unbesetzten Facharbeiterstellen liegt auch an der oft nicht ausreichenden Ausbildung der Bewerber.

Das flämische Arbeitsamt VDAB gab an, dass rund 25.000 Stellen im Bundesland Flandern offenbleiben, da es an qualifizierten Kandidaten fehlt.

Auch das Arbeitsamt stellt fest, dass die offenen Stellen zumeist im Pflegesektor und in der Industrie zu finden sind.