Lebensmittelpreise schneller gestiegen

Allem Anschein nach haben sich die Lebensmittelproduzenten in Belgien an den unlängst gestiegenen Rohstoffpreisen gesund gestoßen. Hier stiegen die Preise für verarbeitete Lebensmittel innerhalb eines Jahres um 1,4 %. In unseren Nachbarländern belief sich der Preisanstieg nur um etwa 0,6 %.

Die Preise für Lebensmittel, wie zum Beispiel Brot, Butter oder Spaghetti sind in Belgien, wie auch in anderen EU-Staaten, zum Beispiel in den belgischen Nachbarstaaten Deutschland oder in den Niederlanden, durch die teueren Rohstoffe im vergangenen Jahr nach oben gegangen.

Doch leider sind diese Preise trotz der wieder gesunkenen Rohstoffpreise hoch geblieben. Während der Groß- und Einzelhandel seine Preise in den Nachbarländern dementsprechend wieder anpasste, tat sich in Belgien nichts dergleichen. Zu diesem Schluss kommt das Preisobservatorium, dessen neueste Erhebung am Mittwoch in der flämischen Tageszeitung „De Morgen“ veröffentlicht wurden.

Im vergangenen Jahr sind aber auch die Preise für Dienstleistungen in unserem Land angestiegen und zwar wiederum schneller als in den Nachbarländern: Bahnfahrkarten, Flugtickets, Restaurant- oder Café-Besuche, Pflegedienstleistungen und Krankenhausaufenthalte oder auch der Wasserverbrauch sind wieder teuerer geworden.

Einiges wurde aber auch günstiger

Nicht alles ist in Belgien im vergangenen Jahr teuerer geworden. Arzneimittel, Kommunikation, Computer, Unterhaltungselektronik (HiFi-Geräte, DVD- oder CD-Spieler…), Obst und Gemüse, Fisch und Brennstoffe (Diesel und Benzin, Heizöl, Gas und Strom wurden 2009 teilweise deutlich billiger.