Viele können Strom und Gas nicht bezahlen

Im vergangenen Jahr ist die Zahl der flämischen Haushalte, die ihre Energierechnung nicht mehr finanzieren kann, um 11 % gestiegen. Dies ist aus Zahlen der Vereinigung der Städte und Gemeinden im belgischen Bundesland Flandern ersichtlich. Vorerst springen die örtlichen Sozialhilfezentren ein, doch deren Mittel werden auch nicht größer.

Die Energielieferanten haben im vergangenen Jahr fast 80.000 diesbezügliche Dossiers an die verschiedenen flämischen Sozialämter weitergeleitet - 9.000 mehr als im Jahr davor.

Die Sozialhilfezentren begleiten die betroffenen Haushalte unter anderem mit Haushalts- und Ausgabeplänen, aber sie springen auch schon mal finanziell ein. Doch mittlerweile bitten die Sozialämter um Hilfe bei der flämischen Landesregierung.

Nathalie De Bast von der Flämischen Vereinigung der Städte und Gemeinden stellt fest, dass die Sozialämter dringend Unterstützung von Seiten der Landesregierung brauchen, denn die Haushalte, die ihre Energiekosten nicht mehr bezahlen können, hätten mit Sicherheit auch andere Schulden aufgebaut:

"Die Sozialämter müssen darauf meist mit Schuldenberatung antworten, doch dies erfordert einen hohen Einsatz des Personals und dazu braucht man auch fähige Leute."

Der Hahn darf nicht zugedreht werden

Unterdessen hat Flanderns Landesministerin für Energie, Wohnen, Städte und Sozialwirtschaft, Freya Van den Bossche (sp.a), festgelegt, dass man säumigen Zahlern bis Ende März weder den Strom, noch das Gas abstellen darf. Solange kann es noch frieren.