Belgischer Versicherer Fortis bald Ageas

Ein Jahr nach der Aufspaltung in eine ans Ausland verkaufte Bank und eine belgische Versicherungskonzern will Fortis in Belgien die Vergangenheit hinter sich lassen und sich fortan Ageas nennen.

Der neue Name spiegele die jetzigen Geschäftsfelder wider, teilte Fortis am Mittwoch mit. Die Buchstaben "AG" stehen demnach für den belgischen Teil der Gruppe, "EA" für die Hauptmärkte Europa und Asien sowie "AS" für das französische Wort "assurance" für Versicherung.

Im vergangenen Jahr kehrte der in der Finanzkrise schwer gebeutelte Konzern in die schwarzen Zahlen zurück und verbuchte einen Nettogewinn von 1,19 Milliarden Euro, nach einem Rekordverlust von 28 Milliarden Euro im Jahr davor.

Das Unternehmen profitierte von der allgemeinen Markterholung, vor allem beim Geschäft mit Lebensversicherungen. Im Sachgeschäft blieb Fortis jedoch hinter den Erwartungen zurück. Der Finanzkonzern war im Oktober 2008 auseinandergebrochen und von den Benelux-Staaten aufgeteilt worden.

Die Gruppe hat die Krise aber noch nicht ganz hinter sich. Sie hält unter anderem noch Anteile an Anleihen des hoch verschuldeten Griechenlands, was Investoren beunruhigt. Die Bestände baute Fortis in den letzten Monaten jedoch ab.

Jetzt fehlt nur noch die Zustimmung des Verwaltungsrates. Ist dieser einverstanden, heißt Fortis schon bald Ageas.

(mit Reuters)