Menschenkette gegen Opel-Schließung

Über 1.000 Menschen haben am Samstag in Antwerpen eine Menschenkette gebildet. Sie wollten damit symbolisch gegen die geplante Schließung des Opel-Montagewerks protestieren. Gleichzeitig betonte die ABVV, dass die Solidarität der europäischen Gewerkschaften stand halte.

Ursprünglich wollten die Veranstalter 2.600 Teilnehmer zusammenbringen, stellvertretend für jeden Arbeitsplatz, der bei der Schließung verloren gehen wird.

Obwohl diese Zahl nicht erreicht wurde, sind die Veranstalter zufrieden. "Die Teilnahme war gut. Wir haben 2.200 Teilnehmer gezählt. Nicht nur Gewerkschaftsdelegationen, sondern auch viele Durchschnittsantwerpener kamen, um uns zu unterstützen. Die Aktion musste kurzfristig organisiert werden und es ist kühl heute, also dürfen wir sicher zufrieden sein", betonte Veranstalter Erik De Bruyn.

Der Protest war auch als Aufruf gedacht, die Industrie in unserem Land zu halten. "Wir rufen die Regierungen auf, mehr zu tun. Die Produktion elektrischer Autos muss in unserem Land verankert werden."

"Die europäische Solidarität ist nicht gefährdet"

Rudi Kennes von der sozialistischen Gewerkschaft ABVV betonte inzwischen, dass die Solidarität der europäischen Gewerkschaften von Opel nicht gefährdet sei. Am Freitag war bekannt geworden, dass sowohl Spanien als auch Großbritannien Subventionen bei Nichtschließung von Fabriken in ihrem Land versprochen hatten.

Laut Kennes hätte zwar die britische Regierung Geld versprochen, aber die englischen Gewerkschaften hätten keinerlei Vereinbarung hierzu unterzeichnet.

"Bei Spanien ist es noch einfacher. Die Regierung dort macht  gar nichts und ansonsten wurde mit den Gewerkschaften ein Vorabkommen unterzeichnet, in dem klar und deutlich steht, dass die Arbeiter keinen Beitrag zu Einsparungen leisten, es sei denn es liegt eine Lösung auf europäischem Niveau vor und namentlich eine Lösung für die Fabrik von Antwerpen", so Kennes.