Kopftuchverbot in Schulen aufgehoben

Der Staatsrat hat ein allgemeines Verbot zum Tragen eines Kopftuchs oder eines anderen religiösen Symbols im öffentlichen Unterricht wieder aufgehoben. Das Verbot hätte nächstes Schuljahr in Kraft treten sollen.

Anfang September entschied das flämsiche öffentliche Unterrichtswesen, dass Schülern oder Lehrern in allen Einrichtungen das Tragen von Kopftüchern und anderen religiösen Symbolen nicht länger gestattet sei.

Zuvor hatten zwei Gymnasien in Antwerpen zwei muslimischen Schülerinnen das Tragen eines Kopftuches in der Schule verboten. Mehrere betroffene Schülerinnen hatten daraufhin eine Klage gegen das Verbot beim Staatsrat eingereicht. Sie fanden, dass das Verbot gegen das Grundgesetz verstöße. Der Staatsrat hat ihnen nun Recht gegeben und das Verbot wieder aufgehoben.

Das Verfassungsgericht muss sich nun mit der Frage auseinandersetzen, ob das öffentliche Unterrichtswesen so einen Entschluss fassen darf oder nicht.