Tunnel unter Brüssel oder zweiter Ring?

Die flämische Regierung sucht nach Lösungen für das Verkehrsproblem des vielbefahrenen Brüsseler Rings. Es liegen bereits Pläne für eine Erweiterung vor, aber die Regierung prüft auch andere Möglichkeiten wie ein Tunnel unter Brüssel oder ein zweiter Ring.

Der Brüsseler Ring ist einer der größten und befahrendsten Verkehrsachsen in unserem Land mit täglich kilometerlangen Staus als Folge.

Pläne, um den Verkehr zu entlasten gibt es schon seit längerem, aber es wurden noch keine Entscheidungen hierzu gefällt.

Jetzt soll eine Studie die verschiedenen Möglichkeiten prüfen. Das schreibt die Tageszeitung De Standaard.

Ende 2008 gab es bereits Pläne für eine Erweiterung der Zaventem-Zone, das heißt zwischen dem Anschluss des Rings zur E40 in Sint-Stevens-Woluwe und dem Anschluss zur E19 in Machelen von 12 auf 17 Spuren.

Das flämische Verkehrszentrum prüft nun, welche Folgen so eine Erweiterung haben könnte. Dabei wird von drei Szenarien ausgegangen:

*es ändert sich nichts

*lediglich die Zone Zaventem wird erweitert

*der gesamte nördliche Ring (zwischen Sint-Stevens-Woluwe und Groot-Bijgaarden) wird erweitert.

Andere Möglichkeiten

Dem Standaard zufolge werde aber auch nach anderen Möglichkeiten gesucht.

*Eine Möglichkeit wäre der Bau eines 15 Kilometer langen Tunnels unter der Hauptstadt, von Groot-Bijgaarden bis Sint-Stevens-Woluwe.

*Eine andere Möglichkeit wäre ein zweiter Autobahnring von Aalst über Mechelen nach Löwen.

*Geprüft werden soll außerdem die Möglichkeit eines Tunnelbaus auf der E40 ab Sterrebeek in Richtung Flughafen Zaventem und der Abschluss des südlichen Rings.

Die besten Alternativen durchlaufen eine zweite Studie und werden weiter geprüft. De Standaard bezweifelt jedoch jetzt schon, dass die Vorschläge eines Tunnelbaus unter der Stadt oder ein zweiter Ring eine Chance haben.

Das Straßen- und Verkehrsamt Flämisch-Brabant wird am Donnerstag im flämischen Parlament den aktuellen Stand der Dinge darlegen. Die Ergebnisse der Verkehrsstudie sollen im Sommer vorliegen.