Belgische NATO-Soldaten beschossen

Die belgischen Soldaten in Afghanistan sind in der vergangenen Woche mehrmals beschossen worden. Das bestätigte gestern Abend eine Sprecherin des Verteidigungsministeriums. Gemeldet wurden mindestens zwei Zwischenfälle.

Es ist nicht außergewöhnlich, dass die belgischen Soldaten am Hindukusch unter Raketenbeschuss der Taliban geraten. In der letzten Woche häuften sich die Zwischenfälle aber. Insbesondere in der Nähe von Kundus im Norden des Landes nahm die Gewalt gegen die Nato-Friedenstruppe wieder zu. Dort wurden am Montag belgische Minenräumer beschossen.

Der Beschuss habe nur kurze Zeit gedauert, sagte Ingrid Baeck, die Sprecherin des Verteidigungsministeriums. Luftunterstützung sei nicht notwendig gewesen. Auch sei niemand verletzt worden.

Am Freitag vor acht Tagen war ein deutsches Militärlager in der Region das Ziel eines Raketenangriffs. Dort sind auch Belgier stationiert. Auch dort wurde niemand verletzt. Der Sachschaden war aber groß.

Gestern beschloss die belgische Regierungsspitze die Verlängerung des belgischen Einsatzes in Afghanistan. Die 626 belgischen Soldaten sollen bis Ende 2011 am Hindukusch bleiben.

Hiermit sind die flämischen Oppositionsparteien, die sozialdemokratische SP.A und die grüne Groen! absolut nicht einverstanden. SP.A-Parlamentarier Dirk Vermaelen sagte, es sei völlig unverantwortlich noch einmal 109 Millionen Euro für diesen unsinnigen und falschen Krieg auszugeben.