"Opel Antwerpen erst am 31.12. schließen"

Rudi Kennes von der sozialistischen Gewerkschaft ABVV hat bekannt gegeben, dass die europäische Direktion von General Motors das Opel Werk in Antwerpen noch bis zum 31. Dezember 2010 offen halten wolle. Ursprünglich war der 30. Juni für die Schließung angesetzt.

Ein neuer Vorschlag, den die europäsche Direktion von GM den Gewerkschaften vorgelegt hat, sieht vor, die Schließung des Opel-Werks im belgischen Antwerpen vom 30. Juni auf den 31. Dezember 2010 zu verschieben.

Das hat die sozialistische Gewerkschaft ABVV gemeldet.

Bis Ende September darf nach einem neuen Investor für die Fabrik gesucht werden. Die Zahl der Mitarbeiter, die letztlich bleiben darf, ist in dem Vorschlag ebenfalls stark nach oben korrigiert worden.

Nach Einschätzung von Rudi Kennes von der Gewerkschaft ABVV würden die Gewerkschaften den neuen Vorschlag nicht zurückweisen, sondern er diene ihnen vielmehr als Grundlage für Verhandlungen.

Parallel dazu fänden auch Verhandlungen über einen Sozialplan für die Arbeitnehmer, die das Unternehmen verlassen müssten, statt. 

Die christliche Gewerkschaft ACV blieb ebenfalls vorsichtig. Luc Van Grinsven wies darauf hin, dass die Schließung des Werks damit ja nicht aufgehoben, sondern nur aufgeschoben sei.

Der neue Vorschlag soll am Dienstag der Belegschaft von Opel Antwerpen vorgelegt und im Detail besprochen werden.

Auch Direktion differenziert

Die Direktion der Niederlassung in Antwerpen betont unterdessen, dass der Vorschlag der europäischen Direktion erst gründlich untersucht werden müsse.

Der Aufschub der Schließung sei nur ein Element des Vorschlags und mit anderen Elementen verbunden. "Außerdem ist das Dokument nicht unterzeichnet", sagt die Sprecherin Ann Wittemans.