Händler müssen alle Euroscheine annehmen

Händler in der Euro-Zone dürfen von ihren Kunden weder kleine Münzen noch große Scheine grundsätzlich ablehnen. Das hat die EU-Kommission in einem Grundsatzpapier am Montag in Brüssel bekannt gemacht.

"Eine Ablehnung sollte nur möglich sein, wenn sie sich auf Gründe im Zusammenhang mit dem Grundsatz des guten Glaubens gründet" und das müsse von Fall zu Fall entschieden werden, heißt es in dem Grundsatzpapier.

Nur wenn der Unterschied zwischen dem zu bezahlenden Betrag und dem Wert des Scheins, den der Käufer vorlegt, zu groß ist oder wenn die Händler nicht genügend Wechselgeld in der Kasse haben, dürfen sie die Bezahlung in bar ablehnen.

Nicht erlaubt sind also Schilder an der Kasse, die Euroscheine ab einem bestimmten Wert, zum Beispiel 200 oder 500 Euro-Scheine, grundsätzlich ablehnen.

Laut EU-Kommission dürften auch die kleinsten Euro-Einheiten, Ein- und Zwei-Cent-Münzen, selbst in denjenigen Euro-Ländern nicht abgelehnt werden, in denen es die Vereinbarung gebe, Preise mindestens in Fünf-Cent-Schritten abzustufen.

Künftig verbindliche Vorschriften hierzu nötig?

In drei Jahren will die EU-Kommission prüfen, ob das Grundsatzpapier von allen respektiert wird oder ob aus dem Papier verbindliche Vorschriften gemacht werden müssen.