Regierung blutet für Straßenschäden

Die flämische Regierung hat schon über 313.000 Euro Schadensersatz an Menschen ausgezahlt, deren Auto aufgrund schlechter Straßen beschädigt wurde. Die Straßenschäden sind Folge des sehr harten Winters.

Letztes Jahr gingen bei der Abteilung Verkehr und öffentliche Arbeiten der flämischen Regierung 853 Schadensersatzforderungen ein. Zum Vergleich: Allein in den ersten zwei Monaten dieses Jahres sind 569 Schadensmeldungen eingegangen.

Das flämische Verkehrsnetz hat stark unter dem harten Winter zu leiden gehabt. Löcher und kaputter Asphalt auf Autobahnen, Überlandstraßen und Wegen sind die Folge. Für die Autos sind sie zu gefährlichen Unfallfallen geworden. Sie verursachen große Schäden.

In einer Stellungnahme zu einer schriftlichen Frage der flämischen Parlamentsabgeordneten Liesbeth Homans, die die Zeitung De Morgen einsehen konnte, bestätigt die Verkehrsministerin Hilde Crevits, dass die flämische Regierung aus diesem Grund bereits über 313.000 Euro Schadensersatz bezahlen musste.

"Die Region Flandern muss dringend ihre Straßenverwaltung effizienter gestalten", reagiert Homans. "Derzeit bezahlt die Region zwei Mal: um die Straßen zu reparieren und um die Schadensersatzforderungen zu begleichen." Homans fordert eine Veränderung der Arbeitsweise, so dass die Instandhaltung der Straßen schneller und effizienter erfolgen könne. "Zurzeit kommt man oft zu spät und mit halben Lösungen", so die Abgeordnete des flämischen Parlaments.