Flandern sucht Investoren für Opel

Die flämische Regierung hat eine so genannte Rekonversions-Gruppe ins Leben gerufen, die einen Investor für den Opel-Standort in Antwerpen suchen soll. Das hat Flanderns Ministerpräsident Kris Peeters heute mitgeteilt.

Am Mittwochmorgen hatten die Opelgewerkschaften einen solchen Schritt von der flämischen Regierung gefordert. Die Rekonversions-Gruppe soll innerhalb des nächsten Halbjahres einen neuen Investor finden und diesen bevorzugt aus der Autobranche.

Dieser Gruppe, die erstmals nächste Woche zusammenkommen wird, werden Unternehmer, Vertreter der betroffenen flämischen Minister und ein Stellvertreter von Belgiens Regierungschef Yves Leterme angehören.

Das europäische Opel-Management hatte am Montag bekannt gegeben, dass die Frist, um einen Neuinvestor für das Antwerpener Werk zu finden, bis Ende September verlängert werde. Die Produktion in Antwerpen werde unterdessen bis Ende des Jahres aufrechterhalten. Das Management will sich an der Suche nach einem Investor beteiligen.

Die Frühschicht bei Opel-Antwerpen ist am Mittwochmorgen wieder an die Arbeit gegangen. Dienstag hatte die Belegschaft gestreikt und weil sie fand, den neuen Vorschläge des Opelmanagements fehle es an Klarheit.