Sechs verhaftete Kurden wieder frei

Sechs Kurden, die am 4. März im Rahmen einer landesweiten Polizeiaktion in kurdischen Milieus in einer Fernsehanstalt festgenommen worden waren, konnten das Gefängnis jetzt wieder verlassen. Die Ermittlungen sind noch nicht abgeschlossen.

Die Brüsseler Anklagekammer verband die Freilassung allerdings mit gewissen Auflagen. So müssen sich die Männer jederzeit zur Verfügung der Ermittlungsbehörden halten.

Die Kurden, die Mitglied der verbotenen Arbeiterpartei PKK sind, stehen im Verdacht, kurdische Jugendliche in Belgien für terroristische Aktivitäten zu rekrutieren. Die Anwälte der Betroffenen weisen dies kategorisch zurück.

„Meine Mandanten sind zwei hochrangige Vertreter der kurdischen Bewegung, die sich immer für die kurdische Sache engagiert haben, dies aber immer pazifistisch“, erklärt ihr Rechtsbeistand Joke Callewaert. „Sie sind absolut keine Terroristen und ich konnte deshalb einer Verlängerung ihrer Untersuchungshaft auf keinen Fall zustimmen.“

Ein weiterer Kurde ist noch in Charleroi in Haft.