Landwirtschaft: Der Viehbestand nimmt ab

In den Stallungen der belgischen Landwirte sind immer weniger Schweine oder Rinder zu finden. Der Viehbestand geht weiter merklich zurück, wie eine neue Statistik des Bundes-Wirtschaftsministeriums belegt.

Im Vergleich zu 2008 wurden vergangenes Jahr in Belgien 9 % weniger Rinder und sogar 10,6 % Schweine gezählt. Nach Angaben des Bauernbundes leidet die Landwirtschaft in unserem Land besonders schwer unter der allgemeinen Wirtschaftskrise.

Letztes Jahr haben mehr als 250 Bauern um Hilfe bei Anlaufstellen für Landwirte ersucht. Solche Institutionen bieten den Bauern finanzielle aber auch psychologische Hilfe.

Bei vielen Familien, die von der Landwirtschaft leben, zeigen sich mehrere Probleme gleichzeitig. Zum einen ist die finanzielle Situation oft sehr gespannt und zum anderen sehen sich einige dieser Haushalte auch menschlichen Problemen ausgesetzt.

Drei Viertel aller Bauern, denen geholfen werden konnte, setzten ihre Aktivitäten in der Landwirtschaft weiter fort. Die anderen schlossen ihre Höfe und verkauften ihr Vieh und suchten andere Einkommensmöglichkeiten.

Insgesamt scheint die Stimmung in der Landwirtschaft in Belgien schlecht, denn die Preise für Agrarerzeugnisse liegen teilweise unter den Produktionskosten. Auch staatliche Unterstützungsprogramme helfen auf Dauer nicht, die Probleme bei der Wurzel zu greifen und langfristig zu beseitigen.