Gent-Wevelgem: Eisel schlägt zwei Belgier

Radprofi Bernhard Eisel vom US-Team HTC Columbia hat als erster Österreicher den belgischen Halbklassiker Gent-Wevelgem gewonnen. Das Team Columbia-Fahrer war das schnellste in einer Spitzengruppe aus 6 Fahrern.

Die beiden Belgier Sep Vanmarcke und Philippe Gilbert mussten sich nacheinander mit dem 2. und 3. Platz zufrieden geben.

Nach 219 Kilometern, gespickt mit 19 Anstiegen, schlug Eisel die beiden Lokalmatadoren aus Belgien Sep Vanmarck ( vom Team Topsport Vlaanderen) und Philippe Gilbert (vom Team Omega Pharma Lotto).

Es war die 72. Austragung des Halbklassikers Gent- Wevelgem.

Tom Van den Haute, Matthé Pronk, Geert Steurs und Angel Madrazo bestimmten den ersten Teil des Rennens.

Auf den schmalen Straßen fiel das Peloton regelmäßig auseinander. Tom Boonen und Fabian Cancellara, die Sieger des E3-Preises, landeten in einer zweiten Gruppe und ließen das Rennen schon bald Rennen sein.

30 Kilometer vor dem Ziel hatte sich eine zehnköpfige Spitzengruppe gebildet, die im Finale auf sechs Fahrer zusammengeschrumpft war, darunter drei Belgier.

Zehn Kilometer vor dem Ziel war der dreifache Weltmeister Oscar Freire (Spanien) nach einer Tempoverschärfung aus der Spitze herausgefallen.

In einem nervenaufreibenden Schlussrennen versuchte Vanmarcke noch davon zu fahren, aber Roelandts verkleinerte den Abstand. Im Endspurt war Bernhard Eisel eindeutig der Schnellste.

"Schönste Trophäe"

"Das ist meine schönste Trophäe", betonte der Österreicher Bernhard Eisel nach dem Rennen. "Und das obwohl Gent-Wevelgem für mich vor diesem Sonntag ein Rennen war, das ich wirklich nicht mochte."