Kim De Gelder ist zurechnungsfähig

Kim De Gelder ist zurechnungsfähig. Das geht aus einem psychiatrischen Gutachten hervor, das der Staatsanwaltschaft von Dendermonde (Ostflandern) am Montag vorgelegt wurde.

Kim De Gelder hatte im Januar 2009 eine ältere Frau in Vrasene (Ostflandern) ermordet und danach zwei Babys und eine Betreuerin in einer Kinderkrippe in Dendermonde erstochen.

Den Gerichtspsychiatern zufolge wusste der 21-Jährige, was er tat. "Die fünf vom Untersuchungsrichter beauftragten Psychiater sind sich einig, dass sich der Mann zum Tatzeitpunkt weder in einem Zustand der Schwachsinnigkeit noch in einer Verfassung von Geistesgestörtheit befand, die ihn zu unkontrollierten Taten verleitet hätten", betont der Staatsanwalt von Dendermonde, Christian Du Four.

"Schließlich sagen die Experten, dass Kim De Gelder eindeutig eine Gefahr für sich selbst und insbesondere für die Gesellschaft darstellt", so Du Four.

Der Anwalt De Gelders kann noch ein Gegengutachten anfordern. Danach wird der Haftrichter entscheiden, ob der Mann in eine Psychiatrie eingewiesen wird, was eher unwahrscheinlich ist oder ob es zu einem Prozess vor dem Schwurgericht kommt.