Riesenkrabbe auf Weg nach Blankenberge

Das Sea Life Centre an der flämischen Küste in Blankenberge wird um eine Attraktion reicher. Kommenden Freitag wird sich "Crabzilla", eine japanische Riesenkrabbe (nicht abgebildet), dort niederlassen.

Das Tiefseemonster ist die "größte lebende Krabbe, die jemals in Europa zu besichtigen" gewesen ist.

Crabzilla hat acht Beine und zwei Scherenarme, deren Spannweite über 3,5 Meter beträgt. Noch ist "Crabzilla" nicht ausgewachsen. Sie kann bis zu 4,5 Meter groß werden.

Die Monsterkrabbe "Macrocheira kaempferi", so der wissenschaftliche Name der Krabbenart, wurde von Pazifikfischern vor der Küste Japans an Land gebracht. 

Sie wurde zunächst im Sea Life Centre in der britischen Stadt Birmingham untergebracht. Jetzt geht ihre Reise also weiter ins Sea Life Blankenberge.

Der Wasserzoo an der flämischen Küste verfügt über ein großes entsprechendes Aquarium, in dem bereits sechs Spinnenkrabben leben. "Obwohl diese Tiere an sich schon eine Attraktion sind, versinken sie neben der Riesenkrabbe, die ihnen Gesellschaft leisten wird, im Nichts", heißt es. 

Laut dem Sea Life Centre ist die Riesenspinnenkrabbe nicht nur aufgrund ihrer enormen Größe ein "Ungetüm", sondern gleicht auch einer Spinne.

Crabzilla wird am Freitagmorgen in England mit einem speziellen Kühlauto, in dem sich ein entsprechendes Reservoir und Luftpumpen befinden, abgeholt. Mit Geleitschutz und einem extra VIP-Transport wird das Tier durch den Tunnelkanal sicher nach Blankenberge gebracht. Nach einer ersten Untersuchung durch den Tierarzt soll das Prachtexemplar dann direkt ins Krabbenbecken gesetzt werden.

"Macrocheira kaempferi"

Normalerweise leben "Macrocheira kaempferi" in Meerestiefen zwischen 50 und 300 Metern. Im Sea Life Center in Blankenberge darf Crabzilla es sich wie zu Hause im eiskalten Wasser gemütlich machen.

Die Krabbe scheint nicht aggressiv zu sein, die Mitbewohner des Aquariums brauchen sich also keine Sorgen zu machen.

In ihrer ursprünglichen Umgebung scheint das Ungetüm aber alles andere als friedlich zu sein. "Macrocheira kaempferi" lebt der "Daily Mail" zufolge im pazifischen Ozean und ist dort ein todbringender Räuber.