"Wir sind nicht in die Knie gegangen"

Die Regierung hat ihren Entschluss, das Mandat der belgischen Truppen in Afghanistan zu verlängern, vor dem Verteidigungs- und Auswärtigen Ausschuss des Parlaments gerechtfertigt. Sie habe dem Druck der USA nicht nachgegeben, so Premier Leterme.

Vergangenen Monat hat die Regierung beschlossen, den Afghanistaneinsatz der belgischen Soldaten bei der Nato bis Ende 2011 zu verlängern.

Premierminister Yves Leterme von den flämischen Christdemokraten CD&V und fünf Minister betonen, dass die belgische Regierung dem Druck der Vereinigten Staaten nicht nachgegeben habe, wie ihnen das die Oppositionsparteien vorwerfen.

"Wir sind vor den Amerikanern nicht in die Knie gegangen", so Premier Leterme.

"Die USA forderte eine Erhöhung des Truppenkontingents. Auf diese Forderung sind wir nicht eingegangen."

Was der Opposition besonders übel aufstößt ist, dass dem Entschluss keine Debatte voranging.

"Außerdem", betont Dirk Van der Maelen von den flämischen Sozialisten SP.A, "können mit einem Krieg in Afghanistan keine Anschläge vermieden werden. Anschläge werden heute im Sudan oder in Pakistan angezettelt und nicht in Afghanistan."

Verschiedene Oppositionsparteien behaupten außerdem, dass dem belgischen Afghanistaneinsatz die Einsicht fehle. Die Regierung widerlegt diese Kritik  mit der Bemerkung, dass die Opposition keine Alternative hätte.

Außenminister Steven Vanackere von den flämischen Christdemokraten CD&V lässt noch wissen, dass die Diplomatie in Afghanistan durch die Entsendung eines Botschafters gestärkt würde.