Nationaler US-Sicherheitsberater vage

Auf einem zweitägigen Gipfel zur Nuklearsicherheit in Washington beraten derzeit Staats- und Regierungschefs aus 47 Staaten über den Kampf gegen den Schmuggel von Atommaterial. Hierzu eingeladen hatte der amerikanische Präsident Barack Obama. Mit dabei ist auch der belgische Premier Leterme.

Premierminister Yves Leterme hatte gleich am Montag, dem ersten Tag des Nukleargipfels in Washington, ein Gespräch mit James Jones, dem nationalen Sicherheitsberater von US-Präsident Obama.

Bei dem Gespräch zwischen Leterme und Jones am Rande des Gipfels wurden rund fünf Themen angesprochen, unter anderem auch der Iran. So soll China laut Jones nun auch mit Sanktionen gegen den Iran einverstanden sein.

Weitere Themen waren der Mittlere Osten und der Kongo.

Der Sicherheitsberater bedankte sich ausdrücklich bei Belgien für die Verlängerung der belgischen Afghanistan-Mission bis Ende 2011.

Keine konkrete Aussage gab Jones Leterme zufolge zur Lagerung von Atomwaffen in Europa und insbesondere auch auf dem belgischen Stützpunkt Kleine Brogel.

Leterme wollte von Jones wissen, wie sich die neue US-Atomwaffenpolitik auf Europa auswirke. "Laut Jones muss das im Nato-Kontext besprochen werden und bedarf es diesbezüglich sowieso einer Gegenleistung von Russland", so Leterme.

Dies wird dann wohl das Thema beim nächsten Nato-Außenministertreffen am 22.-23. April in Tallinn (Estland) sein.

Erstes Treffen zwischen Obama und Van Rompuy

Der Gipfel zur Nuklearsicherheit war auch Bühne für das erste Treffen zwischen dem EU-Ratspräsidenten Herman Van Rompuy und dem amerikanischen Präsidenten Obama (Foto).

Es war ein reiner Fototermin, denn von einem echten Privattreffen kann keine Rede sein.

In einer Pressemitteilung lobte Van Rompuy die Initiative Obamas, dem Atomschmuggel auf internationaler Ebene den Kampf anzusagen.

Damit werde die Welt etrwas sicherer und die Weitergabe von Massenvernichtungswaffen eingedämmt, so Van Rompuy.

Nur wenn alle UNO-Mitgliedstaaten an einem Strang zögen, würde dies allerdings auch gelingen.